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Unendlichkeit und Verantwortung

Juni 6, 2014

Die Existenz der Seele ist unendlich. Da sie in dieser Dimension und auf diesem Planeten einen Körper benötigt, um Erfahrungen zu machen und sich weiter zu entwickeln, kehrt sie immer wieder in unterschiedlichen Körpern zurück. Unter diesem Aspekt hat der Tod nur die Funktion einer Pause, vielleicht die einer Fermate. Es geht also immer um ein Thema = Seele und seine Variationen = Leben. Wovor sollten Menschen sich fürchten? Nicht, dass sie sterben werden, sondern dass sie ihr Leben verfehlten.

Welchen Wert bekäme unter diesen Aspekten das menschliche Leben? Könnte man dann nicht annehmen, dass nicht das Leben an sich einen Wert besitzt, sondern nur das von Bedeutung für die Seele wäre, was man aus ihm herausholen kann, damit es leicht und angenehm wird? Folgt man diesem Gedanken, so erscheint es nur angemessen, den größtmöglichen irdischen Wohlstand und Erfolg für sich selbst aus dem jeweiligen Leben zu gewinnen. Das Leben selbst hätte dann eher die Funktion eines Vehikels um diese Ziele zu erreichen. Diese Einschätzung würde zumindest in Ansätzen die lebensverachtende Einstellung einiger zeitweiliger Erdenbewohner erklären. Gelänge es der jeweiligen Seele darüber hinaus, immer wieder in eine bestimmte Gruppierung hineingeboren zu werden, so würden die einzelnen Leben dazu beitragen, diesen Standard zu erhalten und zu fixieren. Einiges von diesem Gedankengut findet man bei einer besonderen Form des Protestantismus, dem Calvinismus, wieder.

Wie vieler Leben bedürfte es, um diesen Zustand als selbstverständlich und gegeben zu beanspruchen? Und wie viel Überheblichkeit und Arroganz würde sich aus diesem Zustand entwickeln? Um anderen Lebewesen gegenüber diesen Vorteil zu behalten, bedarf es noch einer wesentlichen Zutat: Macht!

Macht entsteht aus dem Willen und der Fähigkeit etwas zu tun, ohne daran gehindert werden zu können und aus der Bereitschaft der Betroffenen, diesen Zustand so zu akzeptieren. Wie viele Konzepte, ideologische, religiöse und philosophische, sind entwickelt worden, um genau diese Konstellation zu erhalten. Fern von diesem ganzen „Brimborium“, dem mühseligen Streben nach Weiterentwicklung, dem Gefangensein im Alltäglichen, strebt eine eng begrenzte Kaste von Lebewesen danach, ihre unbekannte und schwer durchschaubare Form der Herrschaft über diesen Planeten auszuüben.

Dieses geschlossene System nutzt seine Position auf eine Weise, die nur als parasitär bezeichnet werden kann. Einem Parasiten ist es gleich, ob sein Wirt lebt oder stirbt, solange sein eigenes Leben gesichert ist. Genau so verfährt diese Kaste mit diesem Planeten. In dem Augenblick, in dem für sie „nichts mehr zu holen“ sein wird, wird sie diesen Ort aufgeben und sich einen neuen Wirt suchen.

Zurzeit scheint es aber, als würde dieses System nicht mehr funktionieren. Nicht, weil das Leben nicht unendlich ist, sondern weil eine weltumspannende Erkenntnis stattfindet. Viele Seelen nehmen wahr, dass ihre Möglichkeit zur Wiederkehr auf diesen Planeten immer stärker gefährdet ist. Sie begreifen, dass ihre eigenen Voraussetzungen für das Leben unmittelbar von den Voraussetzungen für die Leben aller anderen Lebewesen abhängen.

Es wird auch immer deutlicher, dass die bisherigen menschlichen Definitionen der Existenz – man wird geboren, man lebt eine Zeit, man stirbt und das war’s – so nicht mehr aufrecht zu erhalten sind. Auch ohne religiösen Hintergrund entwickelt sich das Wissen um die tatsächlichen Gegebenheiten für die Seelen mit immer größerer Geschwindigkeit. Von dem Wissen um Reinkarnation bis hin zur Fähigkeit der unendlichen Verlängerung des Lebens in ein- und demselben Körper gelangen immer mehr aufrüttelnde Informationen in das menschliche Bewusstsein.

Diese Entwicklung geschieht druckvoll und erzeugt damit Gegendruck bei jener Kaste, die sich doch als Herrscher betrachtet und die nun ihre Privilegien und vor allem ihre Macht schwinden sieht. Dieser Gegendruck wird vor allem von zeitlichen Vorgaben bestimmt, die nun immer schwerer ohne Aufsehen zu erregen umgesetzt werden können. Es scheint, als wüssten alle Seelen bereits, was im menschlichen Bewusstsein noch nicht für alle zugänglich ist und strebten danach, Situationen herbeizuführen, in denen globale grundsätzliche Entscheidungen für oder gegen das Leben getroffen werden sollen.

Geben wir als bewusste Lebewesen unseren Seelen den Raum, den sie benötigen, um dem Leben um des Lebens willen wieder die Aufgabe zu überlassen uns zu liebevolleren und weiseren Menschen werden zu lassen, dem einzigen Grund für unsere Existenz.

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